Montag, 1. Juni 2009

Gartenarbeit I

Endlich ist mal wieder ein wenig Zeit und ich habe beschlossen, den Sonntag für unseren Garten zu nutzen.
Ich habe beschlossen, erst mal alles mit Gras einzusäen, bis ich genauer weiss, wie wir alles gestalten und ich mag einfach grosse, grüne, schön gemähte Rasenflächen, wie ein Golfplatz. Da aber noch vom letzten Jahr alles voll mit Stoppeln vom Getreide stand, dass der Vorbesitzer als Gründüngung eingesät hatte, musste alles erst mal eben und die Erde schön fein und krümelig gemacht werden. Nichts leichter als das, mit viel Spass, wenn man für einen Farmer arbeitet.

Der Grupper am Tractor sieht schon fast mickrig aus. Trotzdem hab ich fast einen halben Tag gebraucht. Sind halt doch knapp 1,5 Hektar.
Wie ich die große Fläche einsäen soll, dass weiß ich allerdings noch nicht. Jemand hat mal gesagt mit dem Quad und einem Streuer hinten dran. Mal schauen.
Da ich den Tractor schon mal da hatte, hab ich noch gleich ein paar Steine für unseren Garten aus einem Feld herausgesammelt. Ist ein ganz schöner Haufen geworden. Wobei die Kanadier sich denken werden, wie bekloppt die Germanskis wieder sind und sich soviel Arbeit machen und Steine rumschleppen. Gibts da nicht Steinimmitate aus Plastik, wie für die Hauswände? Bestimmt, aber das wollen wir halt nicht. Dabei ist mir allerdings mal wieder klar geworden, wie die Pioniere hier geschuftet haben müssen, als Sie die Steine von den Feldern abgesammelt haben. Das war ja für mich mit dem Tractor schon schwer genug!

Am Nachmittag wollten wir Land und Leute erkunden. Da cirka zehn Kilometer von uns weg immer so riesen Schilder an der Strasse stehen mit "Shrine of our Lady of Lourdes" (Link: wer Englisch kann ab Seite fünf) haben wir gedacht wir schauen uns das mal genauer an. Wir haben dabei ein völlig neues Saskatchewan entdeckt, mit grünen Weideflächen und Hügeln (juhuu), nur 10 Kilometer von uns weg. Das ist echt so interessant an dem Land. Alles, alles ist flach und dann biegst Du quasi um eine Kurve und stehst vor einer Strasse in ein Tal. Drüben wieder hoch und wieder alles, alles flach.
Zurück zu Lourd. Anfang des 19. Jahrhunderts wanderten viele Russlanddeutsche vom schwarzen Meer in dieses Gebiet ein und gründeten Kolinien mit deutschen Namen, wie Rastadt oder Speier (Speyer). 1917 wurde die Grotte in St. Peter bei Lajord, Schuldistrict Rastadt gebaut, nachdem 1913 schon ein Pater auf die Stelle aufmerksam wurde. Bei der Einweihung waren über 5000 Menschen da, was angesichts der Bevölkerungszahlen ganz schön beachtlich ist.
Ich werde versuchen bald mal noch mehr dazu zu berichten und Fotos zu machen. Leider war mein Akku leer. Die Einwanderungsgeschichten sind nämlich hochinteressant!

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