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Montag, 15. Juni 2009

Feinstaub? Emissionen? Ihr spart, wir sch... drauf!

Ich habe es schon oft angedeutet und will es mal heute kurz konkreter ansprechen. Ich bin kein Vertreter von "Es nutzt nichts, wenn einer was tut", aber seit ich in Kanada bin, weiß ich, wie weit die Welt noch hinter dem Klimaschutz etc. hinterher hinkt und ich wollte Euch/uns Deutschen einfach mal auf die Schulter für das Engagement klopfen, denn Ihr seid da relativ allein. Nach der Ernte und vor allem vor der Saat werden hier die Felder angezündet, um Unkraut und altes Stroh zu verbrennen. Tagelang sieht man Feuer und Rauchsäulen, soweit das Auge reicht und wenn man Pech hat steht der Wind ungünstig und man bekommt den beißenden Rauch direkt ab. Sogar im Radio wird an Ballungstagen vor Rauch gewarnt, wie andernorts vor Hagel, Nebel oder ähnlichem.
Ich finde das eine riesen Sauerei, noch dazu wir ja bald unsere Versuchsanlage zur Herstellung von Pellets aus natürlichen Abfallstoffen in Betrieb nehmen werden. Auch Feinstaub ist für uns eher eine Lachnummer, wie Ihr auf dem einen Foto sehen könnt, machen wir den kräftig selber. Nun gut, Kanadas Landfläche ist einfach gigantisch größer als Deutschland und die Bevölkerung gigantisch kleiner, da gibts halt einfach weniger Beschwerde-Heinzis und der Rauch zieht meist in Richtung unbewohnt. Also, macht weiter so, aber habt auch mal kein schlechtes Gewissen, wenn Ihr es nicht überkorrekt macht.

Montag, 8. Juni 2009

Memorys of Germany are memorys of you...


Endlich mal wieder um ein Feuer rumsitzen, das wollten wir schon länger. Nachdem aus dem Funkenfeuer (mir aus der Kindheit bekannter Brauch aus dem Allgäu) schon nichts wurde, das Osterfeuer im Schnee versank und wir auch während der "Tau-Matsche" keine Lust mehr hatten, war doch am Freitag ein guter Zeitpunkt. Wichtigste Voraussetzung: Kein Wind, war erfüllt, Grundstück rund herum war ja gerade frisch gegruppert, also auch keine Brandgefahr durch Stroh, die Farmer rund herum zünden ja gerade auch wieder die Felder an (dazu auch noch ein Bericht in Kürze), also nicht auffällig (dachte ich zumindest), also unsere Paletten von der Schlammschlacht (siehe Berichte vom März) zum anderen, gesammelten Holz dazu und los ging's. Gott sei Dank war da auch noch eine Flasche Rotwein da, die ja bekanntlich gut zum Feuer passt.
Ich kann Euch sagen, das war echt mal wieder schön. Wir hätten gerne unsere Freunde aus Deutschland, die immer mal wieder zum Grillen, Sonntagsfrühstück oder Schweinsbratenessen da waren dabei gehabt, aber so haben wir auf Euch getrunken und an Euch gedacht.
Allerdings waren wir nicht so unentdeckt wie wir dachten. Ein Nachbar aus Sedley kam relativ bald nach entzünden des Feuers um anscheinend zu schauen ob was passiert ist, leider hat er auf unser winken nicht reagiert. Aber wir haben Randy, den Schweisser und Farmer kennen gelernt. Der hat vom Highway unser Feuer gesehen und sich auch gedacht, er schaut mal kurz, ob was ernstes ist und Randy hat auf unser Winken reagiert. Die Wahl zwischen Rotwein und Rum-Coke viel kanadisch auf letzteres, mit nicht so viel Coke natürlich- Appleton-Estate Rum, offizielles Getränk bei uns seid H. und E. in Jamaika waren und mir eine Flasche mitgebracht haben. War aber eine gute Wahl, dadurch war für mich mehr Rotwein übrig ;-)